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Auf solch einer Reise begegnet man staendig neuen Leuten. Hin und wieder trifft man auch Reisende, die man in einem 1000 km entfernten Ort schon einmal gesehen hat. Die Routen sind halt mehr oder weniger die Selben. Wenn man aber am Perito Moreno Gletscher ein Paar aus England trifft, welches man im Torres del Paine Nationalpark kennen gelernt hat und dieses Paar dann auch bei der grossen Auswahl an Unterkuenften zufaellig im selben Hostel in El Calafate, in El Chalten und in Coyhaique absteigt, dann bekommt man irgendwie das Gefuehl verfolgt zu werden.

Gemeinsam sind wir dann nach Bariloche gefahren, um im Nahe gelegenen Nationalpark eine Wandertour von 3 Tagen zu machen. Mit den Berghuetten, glasklaren Gletscherseen und Bergpaessen hat mich das Ganze stark an Oesterreich errinert. Die Landschaft war wieder einmal atemberaubend, aber die Wege, besonders bergab, nicht ganz ungefaehrlich. Eine Strecke vom Pass bis ins Tal hinunter bin ich lieber auf meinem Hinter gerutscht. Es war verdammt steil und der Untergrund bestand hauptsaechlich aus Sand und losen Steinen, sodass man auf jeden seiner Schritte genau achten musste um nicht hin zu fallen und den Hang herunter zu rutschen. Fuer die vielleicht 300 m Luftlinie habe ich dann ganze 3 Stunden gebraucht, aber wenigsten bin ich unversehrt unten angekommen.

Wieder in der Stadt, haben wir dann beschlossen, dass wir nach eineinhalb Monaten in Patagonien erstmal genug vom Wandern haben und wir uns eine Belohnung verdient haben. In den Parillas (Grillrestaurants) an jeder Ecke der Stadt gibt es reichlich Steaks und Wuerstchen vom Grill. Jeder von uns bestellte sich dann eine grosse Portion Steak, ohne zu wissen, dass diese eigentlich aus 3 fetten Steaks besteht und das ganze eher zum Teilen gedacht ist. Wir haetten uns schon wundern sollen als der Kellner bei der Bestellung komisch geguckt hat. Also bekamen wir dann 9 Stuecke des wohl besten Rindfleischs, dass ich je gegessen habe. Komplett vollgefressen haben wir uns dann noch Eis reingehauen, aber was solls, ist ja Urlaub

Unsere Wege trennten sich dann, als ich wieder den Bus nach Buenos Aires nahm. Als neachstes werde ich mich auf dem Weg nach Paraguay machen. Dort habe ich eine Stelle fuer Freiwilligenarbeit im Naturreservat Laguna Blanca fuer einen Monat.

2.4.15 18:39
 
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