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Torres del Paine

Der Nationalpark Torres del Paine liegt im westlichen, chilenischen Teil Patagoniens und ist fuer die meisten Reisenden in dieser Gegend einer der Hoehepunkte. Es gibt verschiedene Zeltplaetze mit nur einfachen Einrichtungen wie einem Plumpsklo und einer Holzhuette. Ausserdem ist es moeglich, in einem der privaten Refugios mit einfachen Betten oder fertig gestellten Zelten zu uebernachten. Da es dort allerding nur wenig Platz gibt und dieser auch sehr frueh ausgebucht ist, hatte ich keine andere Wahl als die Campingausruestung selbst mit zu bringen. In Puerto Natales, der dem Park naechst gelegener Ort, konnte ich alles noetige Einkaufen bzw. ausleihen.

Nach zwei Tagen Vorbereitung nahm ich den Bus zum Park. Bereits waehrend der Fahrt eroeffnet sich einem ein spektakulaerer Anblick mit dem gletscherbedeckten Paine Grande (3050 m) und den bis zu 2800 m hohen Cuernos (Hoerner) aus Granit. Ich hatte im Sinn, die grosse Rundroute von 10 Tagen zu machen, um den grossteil des Parks zu erkunden. So startete ich bei schoenem Wetter im Sueden, mit dem Gebirgszug im Blick, meine Wanderung. Alles schien perfekt, nur der 20 kg schwere Rucksack machte mir etwas zu schaffen, doch daran sollte ich mich noch gewoehnen.

Das Wetter ist dort aufgrund der starken Winde jedoch unberechenbar. Die ersten zwei Naechte hat es stark geregnet. Leider war mein Zelt nicht ganz wasserdicht. Regentropfen sickerten durch die Waende des Zeltes und verwandelten es in eine Tropfsteinhoehle. Das machte das Schlafen trotz der schuetzenden Baueme nahezu unmoeglich. Ich spielte also mit dem Gedanken, aufzuhoeren. Am Morgen des dritten Tages jedoch traute sich ploetzlich die Sonne hervor und so beschloss ich, die Tour ohne Gepaeck im Valle Frances zu machen. Dort bekam ich den Gletscher des Paine Grande von Nahem zu sehen. Ab und zu hoerte man ein Donnern und dann konnte man grosse Eisbrocken die Haenge herabstuerzen sehen; ein wahsinns Erlebnis. Am Ende des Tals wurde ich mit einem atemberaubenden Blick auf die umliegende Gipfel belohnt. So beschloss ich, wenigsten die kleine Tour zu beenden um noch die Torres (Tuerme) bei Sonnenaufgang sehen zu koennen.

Die vierte Nacht am Fusse der Torres war jedoch noch verregneter als die ersten beiden. Am Morgen konnte man nichts als graue Suppe sehen. Ein Aufstieg zum Aussichtspunkt erschien daher ziemlich sinnlos, sodass ich die Tour am fuenften Tag mit vermatschtem Zelt und durchgeweichtem Schlafsack beendete. Trotz der Strapatzen und langen Wanderungen mit schwerem Rucksack war es ein einmaliges Erlebnis, diese wie gemalt wirkende Szenerie zu sehen.

Nach der Tour kehrte ich nach Puerto Natales ins Cuatro Estaciones zurueck. Dieses Hostel wird von einer super freundlichen Familie betrieben, zu der auch ein 2 Wochen alter Welpe gehoert. Das krasseste dort war jedoch der drei Jahre alte, freche Junge, dessen Namen ich vergessen habe. Seine beste Aktion: Vom Aufenthaltsraum fuehrt eine Tuer in den Garten. Nach einem Streit mit seiner Schwester, ging diese durch die Tuer. Er lief ihr hinterher, packte sein bestes Stueck aus, pinkelte durch die Tuer in den Garten und zeigte allen Gaesten im Aufenthaltsraum mit einem dreckigen Grinsen den Mittelfinger

Momentan befinde ich mich in El Calafate, einer ruhigen Stadt am Lago Argentino. Morgen werde ich den Perito Moreno Gletscher besuchen und dann nach El Chalten weiter reisen.

Viele Gruesse aus Argentinien
11.3.15 00:13
 
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